Authentizität
Authentizität ist die tägliche Praxis,
loszulassen, wer du glaubst sein zu müssen,
und zu umarmen, wer du bist.
Authentizität zu wählen bedeutet:
- den Mut zu kultivieren, unvollkommen zu sein, Grenzen zu setzen und es dir zu erlauben, verletzlich zu sein;
- Mitgefühl zu üben aus dem Wissen heraus, dass jeder Einzelne von uns Stärken und Schwächen besitzt;
- die Form von Verbundenheit und Zugehörigkeitsgefühl zu nähren, die nur dann entstehen kann, wenn du glaubst, dass du gut genug bist.
Authentizität fordert von dir,
aus vollem und tiefstem Herzen zu leben und zu lieben –
selbst wenn es schwierig ist, selbst wenn du mit der Scham und der Furcht ringst, nicht zu genügen,
und insbesondere dann,
wenn die Freude so intensiv ist, dass du Angst hast, sie zuzulassen.
Brown, Brené. Die Gaben der Unvollkommenheit: Lass los was du glaubst, sein zu müssen, und umarme was du bist. Leben aus vollem Herzen. (German Edition) (S.80-81). J. Kamphausen Verlag. Kindle-Version.
Definition von:
Liebe
Wir kultivieren Liebe, wenn wir es sowohl unserem verletzlichsten als auch unserem kraftvollsten Selbst erlauben, in der Tiefe gesehen und erkannt zu werden, und wenn wir die spirituelle Verbindung, die aus dieser Hingabe entsteht, mit Vertrauen, Respekt, Freundlichkeit und Zuneigung würdigen.
Liebe ist nichts, was wir geben oder bekommen; sie ist etwas, das wir nähren und wachsen lassen; eine Verbindung, die nur dann zwischen zwei Menschen gepflegt werden kann, wenn sie auch in jedem einzelnen der beiden existiert – wir können andere nur so sehr lieben, wie wir uns selbst lieben.
Scham, Schuldzuweisungen, Treuebrüche und das Vorenthalten von Zuneigung schaden den Wurzeln, aus denen Liebe erwächst. Liebe kann diese Verletzungen nur dann überleben, wenn sie selten sind und anerkannt und geheilt werden.
Zugehörigkeit
Zugehörigkeit ist der angeborene Wunsch des Menschen, Teil von etwas Größerem zu sein.
Da diese Sehnsucht so ursprünglich ist, versuchen wir häufig, sie zu erfüllen, indem wir uns anpassen und nach Zustimmung heischen, was nicht nur ein hohler Ersatz für Zugehörigkeit ist, sondern diese häufig sogar verhindert.
Da nur dann wahre Zugehörigkeit entstehen kann, wenn wir der Welt unser authentisches, unvollkommenes Selbst zeigen, kann unser Zugehörigkeitsgefühl nie größer sein als der Grad unserer Selbstannahme.