Wie kann ich erfolgreich eine Präsentation halten?

Erste Überlegungen vor einer Präsentation

Bevor du mit den Inhalten beginnen kannst, solltest du dir über folgende Punkte klar werden:

1. Wieviel Zeit hast du für die Präsentation?

Die Zeit bestimmt, wie weit du ins Thema eindringen kannst. Hast du nur 10 Minuten, dann solltest du dir überlegen, ob du einen Teilaspekt deines Themas genauer untersuchen und vorstellen möchtest, oder ob du eher einen allgemeineren Überblick über das ganze Thema geben möchtest.

2. Welches Medium möchtest du nutzen?

Das ist abhängig von der Größe deines Publikums und von deinem Thema. Bei bis zu 9 Personen im Publikum kannst du sehr gerne frei reden mit Flipcharts oder ähnlichem analogen Materialien zur Unterstützung. Ab 9 Personen solltest du ein digitales Medium als Unterstützung deines Vortrags auswählen. Dazu eignen sich z.B. PowerPoint und Prezi.

3. Fragen zum ICH aus der Themenzentrierten Interaktion

Mache dir klar, wie deine Beziehung zum Thema ist, überlege dir auch, wie die Beziehung deiner Zuhörer zum Thema sein könne. Dazu helfen folgende Frage:

 

4. Fragen zum WIR aus der Themenzentrierten Interaktion

Mache dir im Vorfeld klar, wie die Beziehung zwischen dir und deinem Publikum sein wird. Wer sitzt drinnen? Ist es eine Prüfungssituation? Sollst du etwas deinen Kollegen, deinem Chef vorstellen?

5. Welches Ziel verfolge ich mit meiner Präsentation?

Wenn du ein klares Ziel verfolgst, kannst du deine Präsentation auch danach ausrichten. Dadurch bekommt sie einen roten Faden, dein Publikum weiß, worauf es sich einzustellen hat und die Überraschungen werden minimiert.  Stelle am Anfang deiner Präsentation den Nutzen für das Publikum deutlich heraus, das weckt die Aufmerksamkeit und dein Publikum kann dir folgen.

Mit dem Verständnis der themenzentrierten Interaktion (TZI, von Ruth Cohn) gewinnst Du einen Überblick über die wesentlichen Zusammenhänge.

Jede Gruppe (zum Beispiel bei einer Präsentation) ist durch vier Faktoren bestimmt: die Person (Ich); die Gruppeninterak­tion (Wir), die Aufgabe (Es) und das Umfeld (Globe).

ich:
die einzelnen Personen mit ihrer Biographie und ihrer Tagesform

wir:
das sich entwickelnde Beziehungsgefüge der Gruppe (Interaktion)

es:
der Inhalt, um den es geht oder die Aufgabe, zu deren Erledigung die Gruppe zusammenkommt

Globe:
das organisatorische, strukturelle, soziale, politische, wirtschaftliche, ökologische, kulturelle engere und weitere Umfeld, das die Zusammenarbeit der Gruppe bedingt und beeinflusst und das umgekehrt von der Arbeit der Gruppe beeinflusst wird
(Quelle: Wikipedia)


zurück

Wenn ich verstehe wie diese Faktoren zusammenhängen, kann ich mich gezielt auf eine Präsentation vorbereiten.

Fragen zum „ich“ (den einzelnen Personen):

Welche Vorgeschichte habe ich?
Wie viel weiß ich über das Thema?
Wie viel Erfahrungen habe ich zu dem Thema gesammelt?

Welche Vorgeschichte haben die Zuhörer?

Welche Gedanken und Gefühle gehen mir durch den Kopf?

Wie werden sich die Zuhörer fühlen?

Welche Meinung habe ich zu diesem Thema?

Welche Meinungen werden die Zuhörer haben?

Wie möchte ich wirken?

Wie werden die Zuhörer wirken?

Was möchte ich erreichen?

Was möchten die Zuhörer?

Fragen zum „wir“ (dem Beziehungsgefüge):

Wie ist die Beziehung zwischen den Beteiligten?

Interessiere ich mich für die Zuhörer?

Interessieren sich die Zuhörer für mich?

Kann ich die Meinung der Zuhörer akzeptieren?

Akzeptieren die Zuhörer meine Meinung?

Bemühe ich mich um einen Konsens mit den Zuhörern

Ist die Haltung der Zuhörer konsensfähig?

Fragen zum „es“ (dem Inhalt):

Welches Ziel hat die Präsentation?

Ist der Inhalt der Präsentation verständlich?

Ist  bei der Darstellung des Inhaltes der Wunsch des Redners nach Akzeptanz und Konsens zu erkennen?

Weckt der Inhalt das Interesse mehr über das Thema zu erfahren…?


Template zur Vorbereitung von Präsentationen


zurück